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Heute wurde bei den Ausgrabungen eine Scheibenfibel gefunden. Dabei handelt es sich um eine mittelalterliche Gewandschließe, die der Form nach den heutigen Buttons/Ansteckern ähnelt und neben der Aufgabe das Gewand zusammenzuhalten durchaus auch eine schmückende, repräsentative und vor allem identitätsstiftende Funktion hatte.

Nabenfibel des 11. Jhs. (Foto: I. Jüdes).

Das etwa 2 cm durchmessende Stück war auf der Rückseite sehr gut erhalten, so dass Nadelrast und -halterung noch nahezu komplett waren. Die Schauseite zeigt in der Mitte eine kreisrunde Zelle, die von einem breiten Ring umgeben war. Ursprünglich war sowohl in der Mitte als auch im umgebenden Ring eine Emaileinlage vorhanden.
Bei dem Typ aus Bissendorf handelt es sich um eine Augen- oder Nabenfibel, die in das 11. Jahrhundert, also in spät-ottonische/salische Zeit zu datieren ist.
Zur Herstellungstechnik, der aus einer Kupferlegierung gegossenen Fibel, siehe einen kleinen Artikel auf scheibenfibeln.de.
(Dr. D. Lau)

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