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Bereits in der ersten Grabungswoche (15.-19. Juli 2013) konnte in einer kompakten Schicht, die seit dem 12. Jh. auf eine Mächtigkeit von 60-100 cm angewachsen ist, das Fragment eines Hufeisens geborgen werden. Einen lesenswerten Artikel von U. Imhoff zur Geschichte des Hufbeschlags findet man hier.

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Unrestauriertes Fragment eines (Wellenrand -?)Hufeisens – Inventar-Nr.: B 13:5/16 – 12./13. Jh.  

Das Hufeisenfragment ist in unrestauriertem Zustand nicht näher zu klassifizieren oder zu datieren. Vermutlich gehört es jedoch zu den Wellenrandeisen, die nach Imhof schwerpunktmäßig in die Zeit von 1000-1250 zu datieren sind. Sonja König (Die Stadtwüstung Nienover im Solling. Materialhefte zur Ur- und Frühgeschichte Niedersachsens 39, 2009, 167) datiert diesen Typ Hufeisen in die Zeit von 1150-1250. Mitte des 13. Jhs. wird das Wellenrandhufeisen von den Mondsicheleisen allmählich abgelöst.

Bereits im vergangenen Jahr wurden im Bereich der „Residenz“ zahlreiche Hufnägel gefunden, die ein erstes Anzeichen für Pferdebesitz auf dem Gut Bissendorf darstellten. Das Hufeisen rundet diese Beobachtung nun ab und zeigt auf, dass der hier lebende Adel  Pferde hielt.

Wöchentlich wird der „Fund der Woche“ gekürt, um über die Fortschritte auf der Grabung in Bissendorf zu informieren.

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