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Das Vorhaben die Mauerkronen der „Residenz“ freizulegen konnte aufgrund der zum Teil zu tief liegenden Oberkanten noch nicht realisiert werden, so dass bereits die Erforschung des Innenraumes im Vordergrund steht. Seit vergangener Woche Mittwoch konnte das 1. Planum im Westen der „Residenz“ dokumentiert und der Abtrag zum 2. Planum nahezu abgeschlossen werden.

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Beim Abtrag im Innenraum des Gebäudes zeigte sich eine mit fettem gelben Lehm, Bruchsteinen und Mörtel durchsetzte sehr harte und verfestigte Schicht. Dabei handelt es sich mutmaßlich um die nach der Zerstörung des Hauses nach innen geklappten Lehmwände. Diese versiegeln die darunter liegenden Schichten – so beispielsweise eine im Vergleich zum Schutt sehr homogen wirkende mittelbraune Schicht mit Holzkohleeinschlüssen, die vereinzelt Keramik und Knochen, seltener Eisennägel enthält. Als mögliche Deutung dieser lockeren Schicht Erde bietet sich an, darin eine Ausgleichsschicht zu sehen, um den aufgegebenen Kellerraum wieder anzufüllen und die Fläche anderweitig zu nutzen. Erst unter dieser Ausgleichsschicht wird es wirklich spannend für die Nutzungsgeschichte des Gebäudes, denn darunter sind die Brandschichten verborgen, in denen die Fundobjekte seit rund 900 Jahren an Ort und Stelle liegen.

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