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Noch sieht der Fund der Woche (29. Juli – 2. August) sehr unscheinbar aus – unter dem anhaftenden Erdreich und den Korrosionsblasen versteckt sich jedoch ein hochmittelalterlicher Reitersporn. Zu erkennen sind jetzt schon die zwei Bügel, von denen einer nur zur Hälfte erhalten ist, mit denen der Sporn am Stiefel des Reiters befestigt war und auch der Stachel/Dorn ist zu erahnen. Erst nach der Freilegung des Objektes, in der Stadt- und Kreisarchäologie durch Ulrike Haug, wird es möglich sein die genaue Datierung des Sporns vorzunehmen. Da das Stück jedoch aus der Brandschuttschicht der Residenz stammt, wird es nicht jünger als in die 1. Hälfte des 12. Jhs. datieren können.

Fund der Woche - eiserner Stachelsporn - vor der Mitte des 12. Jhs. - Inventar-Nr. 13:5-40

eiserner Stachelsporn – Inventar-Nr.: B 13:5/40 – vor der Mitte des 12. Jhs. – (Foto: Ulrike Haug, Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück)

Reitersporen waren ein Standeszeichen, denn nur wenige Menschen konnten sich die Haltung und Unterbringung von Pferden leisten. Demnach ist der in Bissendorf gefundene Sporn ein weiteres Indiz für den Wohlstand derer zu Bissendorf.
Immer mehr Objekte, zum „Reiten im Mittelalter“ kommen bei den Ausgrabungen ans Tageslicht – so sind neben  Hufnägeln das Hufeisen aus der ersten Grabungswoche zu nennen.

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