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Der Fund der vierten Grabungswoche (05.-09. August 2013) ist diesmal kein Einzelfund, sondern eine Fundkonzentration, die beim Abtragen der Brandschuttschicht innerhalb der Residenz zum Vorschein kam. In der schwarzen bis dunkelbraunen sehr lockeren Erdschicht kamen sehr viele Knochen und vor allem Knochenfragmente zum Vorschein. Diese Knochen legen beredtes Zeugnis darüber ab, was unter anderem auf dem Speiseplan der Bissendorfer Edlen stand: Schwein, Schaf/Ziege, Rind aber auch Dachs und Rotwild.

Ein 10 Liter-Eimer voller Tierknochen und -fragmente stammt aus der Brandschuttschicht der mittelalterlichen Residenz.

Ein 10 Liter-Eimer voller Tierknochen und -fragmente stammt aus der Brandschuttschicht der mittelalterlichen Residenz.

Die genauen Anteile der Knochen an einzelnen Tierarten und ob noch weitere Tiere gejagt, geschlachtet und verzehrt worden sind, kann erst nach Sichtung aller Fragmente und nach Abschluss der Ausgrabungen ermittelt werden. Bis dahin werden die Fragmente in der Stadt- und Kreisarchäologie gesäubert. 

Knochen waren im Mittelalter nicht nur Abfallprodukte, sie konnten auch zu verschiedenen Gegenständen weiter verarbeitet werden. Ein unscheinbarer abgebrochener Zinken eines Dreilagenkammes wurde vergangene Woche entdeckt und aus der Grabungskampagne 2012 stammt der Fund eines Knochenwürfels

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