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Nachdem wir gestern das Wasser aus den Schnitten geschöpft haben, konnten die Flächen über Nacht so weit abtrocknen, dass ein neuer Abtrag wieder möglich war. Noch immer wird das Erdreich in der neuen großen Fläche sehr zügig abgetragen, da es sich um die Verfüll- und Ausgleichsschicht aus dem späten Mittelalter handelt, um den Keller zu verfüllen. Allerdings ist diese Schicht stark gestört und vermischt mit Funden aus dem 17.-19. Jahrhundert. Außerdem konnten heute auch die Arbeiten an der das Grundstück nach Westen abschließenden Mauer fortgesetzt werden, so dass hier die Mauer und das Bodenprofil morgen dokumentiert werden können. Die Mauer befindet sich bildoben und ist mit weißer Plane abgedeckt.

Überblick Schnitt 3 am 21. August 2013

Überblick Schnitt 3 am 21. August 2013

Vergangene Woche fiel die Rubrik „Fund der Woche“ aus – dafür wird heute noch der „Befund der Woche“ (vom 12.-16. August 2013) präsentiert: Es handelt sich dabei um die Schicht, die unter der Asche- und Brandschicht zutage kam, damit also unter dem ehemaligen Kellerfußboden des Gebäudes liegt.
Die geradlinigen dunklen Verfärbungen/Linien, an der Innenseite der Mauer und im rechten Winkel davon abgehend, sind die mit Schutt verfüllten Gräbchen in denen sich eine hölzerne Unterkonstruktion für den Fußboden befand. Auf diesem Balkenfundament muss man sich Spaltbohlen vorstellen, die den Kellerfußboden gebildet haben.
Aus der Zeit nach dem Abriss des Gebäudes stammt eine dunkelverfärbte, stark holzkohlehaltige und kreisrunde Feuerstelle in der Mitte des Bildes. Diese Feuerstelle könnte zum Pfostengebäude gehören, das später an Ort und Stelle auf der Ruine der Residenz errichtet wurde.

Die Verfärbungen zeichnen die Lage der ehemaligen Kellerfußbodenkonstruktion nach.

Die Verfärbungen zeichnen die Lage der ehemaligen Kellerfußbodenkonstruktion nach.

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