Schlagwörter

, , ,

Der Fund der Grabungswoche vom 19.-23. August ist ein Relikt aus dem Tag, an dem die Residenz derer zu Bissendorf vor ca. 900 Jahren abgebrannt ist. Es handelt sich um einen trapezoidförmigen etwa 11 x 5 x 2 cm großen Kalkstein, der aus dem Mauerfundament herausgebrochen ist. Dieses Fundament besteht aus gebrochenen und grob zugeschlagenen Kalksteinblöcken und -platten, die in fetten gelben Lehm gesetzt sind.

Verglastes Stück Kalkbruchstein aus der Zeit um 1100.

Verglastes Stück Kalkbruchstein aus der Zeit um 1100.

Das hier vorgestellte Fragment aus der Mauer ist mit einer dünnen glasartigen, grün-grauen Schicht überzogen. Diese Verglasung entstand durch die enorme Hitze, die sich beim Brand des Gebäudes entwickelte und den Lehm, der den Stein umgab zunächst verziegelte und dann sogar verglasen ließ. Die Vitrifizierung von Lehm findet erst ab Temperaturen von 1000°C statt – ein Hinweis auf die Mindesttemperatur, die beim Brand im Haus geherrscht haben muss.

Advertisements