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Dem in der Kampagne 2012 gefundenen Schmuck (je ein Gold- und Bernsteinring sowie eine eisernen Ziernadel) kann seit dieser Grabungswoche (vom 02.-06. September 2013) eine Tonperle und ein Glasring hinzugefügt werden.

links: Inv.-Nr. B 13:5/126 - Tonperle - 2. Hälfte 11. Jh.; rechts: Inv.-Nr. B 13:5/141 - Glasring - 12./13. Jh. (?)

links: Inv.-Nr. B 13:5/126 – Tonperle – 2. Hälfte 11. Jh.; rechts: Inv.-Nr. B 13:5/141 – Glasring – 12./13. Jh. (?)

Die Tonperle ist tonnenförmig (Länge 15 mm, max.Dm. 17 mm, Perforations-Dm. 6 mm) und stammt aus der Brandschicht des Kellers. Sie datiert vermutlich in die zweite Hälfte des 11. Jhs. Der gelbe Ton, aus dem die Perle besteht, ist eine Besonderheit, denn sie zeichnet die Perle als Importstück aus. Ähnlich der bemalten gelben Irdenware muss stammt auch die Tonperle vermutlich aus dem Rheinland oder dem Höxteraner Raum.

Der gläserne Ring besteht aus gelbem, lichtdurchlässigem Glas und ist etwa zu 30-40% erhalten. Ähnlich wie der im vergangenen Jahr gefundene Bernsteinring weist auch der Glasring eine leicht hervorgehobene „Platte“ auf. Da der Ring im Schutt der Gebäudeverfüllung gefunden wurde und Glasringe ab dem 10./11. Jh. vermehrt auftreten wird er in das 12./13. Jh. datiert. Ebenso wie bei der Tonperle wird die Aufarbeitung im Herbst mehr Informationen für eine genauere Datierung liefern.

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