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Die andauernden Regenfälle zu Beginn der Grabungswoche (vom 9.-13. September 2013) haben die Grabungsflächen erneut unter Wasser gesetzt, so dass in dieser Woche kaum gegraben werden konnte – Zeit genug also, um die ersten Zeichnungen zu digitalisieren und die Datenbank auf den aktuellen Stand zu bringen und Zeit, um einen bereits vorgestellten Fund erneut zu präsentieren: Der Reitersporn wurde in der Stadt- und Kreisarchäologie zum Teil restauriert und sorgte für eine Überraschung! Unter den starken Korrosionsschichten kam ein filigraner Stachel-Sporn zum Vorschein, der mit Silber plattiert ist und auch Kerbschnittverzierungen aufweist, die bislang jedoch nur rudimentär freigelegt werden konnten. Noch viel erstaunlicher sind aber die goldenen Stachelspitzen, die den Fund nicht nur aufgrund seiner Funktion (der Zugehörigkeit zur Reiterausrüstung) sondern auch aufgrund seiner Machart und der verwendeten Edelmetalle als prunkvolles Objekt hervorragender Güte ausweist, das eindeutig mit dem Adel in Verbindung zu bringen ist.

Inv.-Nr. B 13:5/40 - Stachelsporn, Eisen, Silber, Gold - 11./12. Jh.

Inv.-Nr. B 13:5/40 – Stachelsporn, Eisen, Silber, Gold – 11./12. Jh.

Sobald der Spon vollständig restauriert ist wird er weitere Informationen zu Machart, Verzierung und letztlich auch seiner Datierung preisgeben.

Es kristallisiert sich immer mehr heraus, dass die Ritter von Bissendorf sehr wohlhabend und damit auch sehr einflussreich gewesen sein müssen – ein Umstand, der bei der historischen Einordnung der Rolle, die die Familie „de Bessenthorp“ in der Region spielte, neu bewertet werden muss!

Detail des Sporns mit den goldenen Dornen

Detail des Stachels mit seinen goldenen Dornen

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