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An den überraschenden Fund der Grabungswoche vom 23.-27. September 2013 wird sich Schülerpraktikant Aaron Oehlmann noch lange zurückerinnern. Der 16jährige entdeckte heute beim Abtrag der letzten Bodenbefunde eine goldene Nadel.
Das Objekt ist exakt 20 mm lang und hat einen Durchmesser von 1 mm. Eine Seite ist zu einer Öse umgerollt, das andere Ende ist stumpf und abgerundet. Der Durchmesser der Öse beträgt 1-1,5 mm.

Inv.-Nr. B 13:5/205 - goldene Nadel/ goldener Dorn - 11. Jh.

Inv.-Nr. B 13:5/205 – goldene Nadel/goldener Dorn – 11. Jahrhundert

Eine Nadel dieser Art diente entweder der Befestigung einer besonderen Fibel am Gewand oder aber, was aufgrund des stumpfen Endes wahrscheinlicher ist, als Zierdorn einer kleinen Riemen- oder Gürtelschnalle. Bislang konnte der zugehörige Rahmen nicht gefunden werden, möglicherweise gelangte er auch nicht in den selben Befund wie die Nadel.

Die goldene Nadel ist der bislang dritte Goldfund, der aus der hochmittelalterlichen Residenz aus Bissendorf stammt und zeugt einmal mehr vom Reichtum der Ritter von Bissendorf.

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