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Aus den Resten der hölzernen Fußbodenkonstruktion im Keller der Residenz  konnten während der Grabung einige Holzkohleproben entnommen werden. Diese Proben wurden vergangene Woche zur wissenschaftlichen Datierung mit der Radiocarbon-Methode (C14) in ein Labor nach London geschickt. Gestern bestätigte das Labor die Ankunft der Proben bestätigt und sagte ein Ergebnis der Untersuchungen für Mitte November zu.
Die Datierung dieser Proben ist von großer Bedeutung für die Archäologie, denn damit wird das Gründungsdatum der Residenz bis auf wenige Jahrzehnte genau eingegrenzt. Die Funde, die während der Grabung gemacht worden sind, spiegeln lediglich den Zeitpunkt des letzten Nutzungshorizontes wider – also bis zum Moment als das Gebäude durch Feuer zerstört wurde (im ersten Viertel des 12. Jhs.). Durch die C14-Datierung der hölzernen Bauelemente wird der Zeitpunkt bestimmt an dem die Bäume gefällt worden sind – auch hier gibt es daher einen Unsicherheitsfaktor, der bei der Interpretation der Daten zu berücksichtigen ist, denn zwischen dem Fällen der Bäume und dem Einbau des Holzes als Fußboden im Keller der Residenz können mehrere Jahrzehnte vergangen sein. Noch komplizierter wird es, wenn das Holz zuvor in einem Vorgängerbau genutzt worden ist und für die Residenz in sekundärer Verwendung eingebaut wurde. Um diesen Unsicherheitsfaktor zu minimieren wurden daher mehrere Proben aus unterschiedlichen Bereichen, von unterschiedlichen Bauelementen, genommen.
Bis zum Ergebnis der Analyse wird derzeit an der Rekonstruktion der Tongefäße und der Restaurierung einiger der wichtigsten Eisenfunde gearbeitet. Erste Ergebnisse dieser Arbeiten werden in den nächsten Tagen an dieser Stelle präsentiert.

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