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Die Mitte Oktober an das Beta Analytic Lab nach London eingeschickten Holzkohleproben zur C14-Datierung sind untersucht worden. Die Ergebnisse bestätigen die bislang aufgrund einer Analyse des geborgenen archäologischen Materials gemachte Annahme, dass der steinfundamentierte Bau zu Beginn des 11. Jahrhunderts errichtet wurde.

Die kalibrierte Datierung der Holzkohleproben liegt bei cal AD 980-1030

Datierungskurve einer der Holzkohleproben aus Bissendorf

Zwei Proben aus der hölzernen Substruktion stimmen im Datum cal AD 980-1030 überein und belegen damit, dass die zum Bau des Fußbodens verwendeten Balken frühestens um das Jahr 980 gefällt worden sein können.

Da das Gebäude um 1100 abgebrannt ist (münzdatiert), wird die Nutzung demnach maximal 100-120 Jahre betragen haben. Geht man jedoch davon aus, dass die Balken eventuell erst nach einer längeren Zeit der Lagerung oder sogar in zweiter Verwendung verbaut worden sind, schrumpft die Nutzungsphase durchaus auf 50-70 Jahre zusammen.

Alles in allem bestätigen die C14-Datierungen die archäologischen Ergebnisse, so dass nun erwiesen ist, dass ein sogenanntes „festes Haus“, ein befestigter Wohnbau, zur Salierzeit (11. Jahrhundert) in Bissendorf bestanden hat und als Wohnung der dort lebenden Adelsfamilie gedient hat. Die in dem Haus gemachten Funde beleuchten das Alltagsleben dieser Familie. Mehrere wissenschaftliche aber auch populärwissenschaftliche Berichte sind derzeit in Arbeit, die sich mit der Sachkultur und dem steinfundamentierten Gebäude aus Bissendorf beschäftigen.

 

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