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Der beschriftete Plan von vor 1750 zeigt den Bissendorfer Ortskern (Norden ist hier unten!). Man sieht den deutlichen räumlichen Bezug zwischen der Diyonisius-Kirche mit ihrem kirchburgartig von Gebäuden umstandenen Kirchhof und dem Gutshof derer zu Bissendorf mit Haus Bissendorf, dem Werpup’schen Herrenhaus und den umliegenden Gärten. Der fortifikatorische Gesamtcharakter der Anlage kommt in der Kombination von Kirchenburg im Süden und Gräftenanlage im Norden und Osten zu Ausdruck. Eine kleine Mauer im Westen schließt die Einhegung ab. Die Mauer gehört vermutlich zur bereits 1683 erwähnten Kirchhofsmauer, die möglicherweise eine (spät-)mittelalterliche Vorgängerbefestigung hatte (vgl. LÖMKER-SCHLÖGELL 1998, 113, Fn. 721). Es darf vermutet werden, dass der Gutshof auf eine fränkische curtis zurückgeht zu der später die Diyonisius-Kirche als Eigenkirche hinzugebaut wurde, um dann mit beiden Bereichen (Gutshof und Kirchhof) eine Einheit und zugleich den alten Ortskern zu bilden (vgl. auch LÖMKER-SCHLÖGELL 1998, 113-114).

Quelle: Niedersächsisches Landesarchiv – Staatsarchiv Osnabrück, K 72 Bissendorf, Nr. 4H. Bearbeitung: Dr. Daniel Lau.

In der folgenden Abbildung ist die archäologisch untersuchte Fläche in rot eingetragen (geschätzte Lage, unmaßstäblich). Bei dem schmalen nach Westen in den Bereich der Gräfte ausgreifenden Bereich handelt es sich um den Sondage-Schnitt 1 aus dem Vorjahr.

Quelle: Niedersächsisches Landesarchiv – Staatsarchiv Osnabrück, K 72 Bissendorf, Nr. 4H. Bearbeitung: Dr. Daniel Lau.

(Dr. D. Lau)

 

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